Studie zu den Ausbildungs- und Erwerbsverläufen von verschiedenen Berufsgruppen in ausgewählten Berufsfeldern des Sozialbereichs sowie von Berufsabwanderern (Laufbahnstudie)

Aktuell

Für die Teilstudie zu den Berufsabwanderern suchen SAVOIRSOCIAL und das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB Personen, die einen sozialen Beruf ausgeübt haben, aber mittlerweile nicht mehr darin tätig sind. Sie sind dazu eingeladen, an der Onlinebefragung teilzunehmen, welche die Abwanderungsgründe genauer untersucht. Ebenso können sie sich für ein persönliches Interview zur Verfügung stellen. Der folgende Link führt zur Umfrage und allen wichtigen Informationen dazu: www.ehb.swiss/dropout. Damit die Resultate repräsentativ sind, braucht es möglichst viele Personen, die an der Studie teilnehmen. Gerne darf dieser Aufruf an die Zielgruppe weitergeleitet werden. SAVOIRSOCIAL und das EHB bedanken sich für die Unterstützung!

Ausgangslage

Bis heute fehlen zuverlässige Angaben darüber, welche Faktoren den Einstieg und Verbleib in der Branche sowie den Ausstieg aus sozialen Berufen beeinflussen, hat SAVOIRSOCIAL 2016 das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB, Zollikofen, mit einer Laufbahnstudie beauftragt. Ziel der Studie ist es, vertieftes Steuerungswissen über die Ausbildungs- und Erwerbsverläufe von einzelnen Berufsgruppen der Sozialen Arbeit inklusive Quereinsteigenden sowie von Berufsabwanderern zu gewinnen.

SAVOIRSOCIAL hat sich die regelmässige Beobachtung des Arbeits- und Bildungsmarktes im Sozialbereich zum Ziel gesetzt. Dies, nachdem eine Studie zur «Fachkräftesituation im Sozialbereich» 2011 erste Hinweise auf einen Fachkräftemangel in der Branche lieferte.

Um den Fachkräfte- und Bildungsbedarf bis 2024 für bestimmte soziale Berufe in den Arbeitsfeldern «Unterstützung von Kindern und Jugendlichen», «Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen» und «Betreuung von Menschen im Alter» abzuschätzen, gab SAVOIRSOCIAL 2015 beim Institut für Wirtschaftsfragen, Basel, eine Vertiefungsstudie in Auftrag. Im Rahmen dieser Studie wurden u.a. mehrere Tausend Institutionen – also die Arbeitgeberseite - zum Fachkräfte- und Bildungsbedarf für 15 soziale Berufe in den oben erwähnten drei Arbeitsfeldern befragt. Die Studie zeigte auf, dass in den drei Arbeitsfeldern bis ins Jahr 2024 rund 45'000 bis 59'000 zusätzliche Fachpersonen benötigt werden. Bis 2024 müssen mehrere Tausend zusätzliche Ausbildungsplätze für soziale Berufe geschaffen werden, damit der qualifizierte Berufsnachwuchs und die Qualität der Angebote gesichert bleiben. Die Studie konnte zudem nachweisen, dass die Abwanderungsquote aus sozialen Berufen überdurchschnittlich hoch ist.

Vorgehen

Die Laufbahnstudie wird in drei Teilprojekten zwischen August 2016 und September 2019 durchgeführt.

  • Erste Welle der Längsschnittbefragung von Lernenden Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ und der Studierenden von Bildungsgängen Kindererziehung HF, Sozialpädagogik HF und Sozialpädagogische Werkstattleitung HF im letzten Ausbildungsjahr(durchgeführt von September bis Dezember 2016)
  • Online -Befragung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die in den Arbeitsfeldern der gesetzlichen Sozialarbeit, der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, der Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung und der Betreuung von Menschen im Alter einen sozialen Beruf ausüben (Start: März 2017)
  • Quantitative und qualitative Befragung von Berufsabwanderern (März 2017-Januar 2018)
  • Zweite Welle der Längsschnittbefragung der Fachpersonen Betreuung EFZ und diplomierten Kindererzieher/innen HF, diplomierten Sozialpädagogischen Werkstattleiter/innen HF sowie von diplomierten Sozialpädagog/innen HF eineinhalb Jahre nach Abschluss ihrer Berufsausbildung Dezember 2018 – März 2019)

Resultate aus den Teilprojekten

Die Resultate der Teilprojekte werden nach der Verabschiedung im Vorstand von SAVOIRSOCIAL der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Erste Ergebnisse werden im Herbst 2017 erwartet.

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL
Katrin Fuhrer
 

Aktualisiert: April 2017