Dipl. Gemeindeanimator/in HF

Dipl. Gemeindeanimatorin HF/ Dipl. Gemeindeanimator HF

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI hat den Rahmenlehrplan Gemeindeanimation HF am 22. September 2014 genehmigt.

Die Ausbildung zum/zur Dipl. Gemeindeanimator/in HF wird in der Deutschschweiz seit Sommer 2016 an der höheren Fachschule für Gemeindeanimation in Luzern sowie am Theologisch-Diakonischen Seminar TDS in Aarau angeboten.

Die nächste Informationsveranstaltung der neuen höheren Fachschule für Gemeindeanimation HF in Luzern über den Bildungsgang HF findet wie folgt statt:

Datum: Dienstag, 4. April 2017

Zeit: 17:15 Uhr - ca. 19:00 Uhr

Ort: Höhere Fachschule für Gemeindeanimation HF, Abendweg 1, Luzern

Weitere Informationen dazu finden Sie hier

An der TDS Aarau informieren  Spezialschnuppertage über den neuen Bildungsgang HF.

Der nächste Schnuppertag findet statt am 7. März 2017, an der TDS Aarau, Frey-Herosé-Strasse 9, Aarau statt.

Anmeldungen werden ab sofort via Formular oder im TDS-Sekretariat entgegengenommen.

 

Berufsbild

Die dipl. Gemeindeanimatoren/-animatorinnen HF sind Fachpersonen für die Unterstützung der Bevölkerung bei der Teilhabe an der Gesellschaft und Gemeinschaft. Grundanliegen ist die Verbesserung des sozialen Zusammenlebens im Gemeinwesen. Ziel ist es, Einzelne und Gruppen zu aktivieren und zu befähigen, am gesellschaftlichen und gemeinschaftlichen Leben teilzunehmen und es mitzugestalten. Damit soll deren Lebensqualität und Entwicklung gefördert und ein Beitrag zum sozialen Zusammenhalt geleistet werden.

Sie begleiten Gruppen und Einzelne in ihrem Sozialraum: Die Zielgruppen sind Menschen unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichen kulturellem Hintergrund und mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen und Erwartungen an die dipl. Gemeindeanimatoren/-animatorinnen HF. Diese handeln ressourcen- und zielorientiert und stützen sich auf die Methoden, Theorien und Modelle der Sozialen Arbeit sowie auf den Berufskodex Soziale Arbeit. die Menschen parizipieren in der Regel freiwillig an den Angeboten, Projekten oder Aktivitäten der dipl. Gemeindeanimatoren/-animatorinnen HF.

Die dipl. Gemeindeanimatoren/-animatorinnen HF arbeiten für private oder öffentliche Arbeit- bzw. Auftraggeber wie Gemeinden, Vereine, Kirchen, Verbände, Quartiervereinigungen, soziale Einrichtungen usw. Ihre Aufgaben können komplex sein. sie basieren jedoch auf einer durch die Auftraggeber festgelegten Zielsetzung, einem Konzept und einem vorgegebenen Rahmen.

Die Arbeitsorte sind vielfältig: Die dipl. Gemeindeanimatoren/-animatorinnen HF üben ihre Arbeit an den Begegnungsorten und Treffpunkten ihrer Zielgruppen und im öffentlichen Raum aus (z. B. kirchliche Einrichtungen, Jungend- oder Quartiertreffs, Gemeinschaftszentren, öffentliche Spielplätze etc.) Typisch für diesen Beruf ist die anbietende und aufsuchende Arbeit im Sozialraum.

Je nach Auftrag und Fragestellung arbeiten dipl. Gemeindeanimatoren/-animatorinnen HF mit unterschiedlichen öffentlichen und/oder privaten Fachstellen, Behörden, Interssengruppen und lokalen politischen Plattformen und somit auch mit unterschiedlichen Berufsgruppen und auch mit freiwilligen zusammen.

 

Weiterführende Dokumente

 

Wie es zur Schaffung des neuen Rahmenlehrplans Gemeindeanimation HF gekommen ist, erfahren Sie hier:

 

Ausgangslage

Die Vorarbeiten zur Schaffung einer Ausbildung für den Bereich der sozio-kulturell orientierten Gemeindearbeit auf HF-Stufe dauerten mehr als 10 Jahre. Die verschiedenen Vorabklärungen führten 2010 zum vom SBFI mitfinanzierten und von der deutschschweizerischen Diakonatskonferenz DDK und CURAVIVA Schweiz gemeinsam durchgeführten Projekt "animatorisches Profil HF". SAVOIRSOCIAL hat aktiv im Projekt mitgewirkt. Von Beginn weg war klar, dass SPAS, die Schweizerische Plattform für Ausbildungen im Sozialbereich, und SAVOIRSOCIAL Träger dieses Rahmenlehrplans HF werden würden.

 

Bezeichnung Fachbereich und Titel

Die Klärung des Titels war ein zentraler Teil der Erarbeitung des Rahmenlehrpalns. Schon früh wurde entschieden, auf die Bezeichnung sozio-kulturelle Animation zu verzichten, um keine Verwirrung mit dem Bildungsbereich sozio-kulturelle Animation der Fachhochschulen zu erzeugen. Mit der Bezeichnung Gemeindeanimation wird einerseits festgelegt, dass der berufliche Schwerpunkt bei der Arbeit in der Gemeinde liegt. Andererseits geht es um ein animatorisches Verständnis der Arbeit.

 

Bedarf

Alle Abklärungen, welche in den letzten Jahren gemacht worden sind, zeigen, dass insbesondere in den Arbeitsfeldern offene Jugendarbeit, Sozialdiakonie, kirchliche Gemeindearbeit und Gemeinde orientierte Altersarbeit eine Nachfrage nach einer solchen Ausbildung besteht. Der jährlichen Bedarf an Fachkräften mit einem solchen Tertiär B-Abschluss in Gemeindeanimation wird aktuell auf rund 150 Personen geschätzt. Mit der Erschliessung neuer Arbeitsfelder wird der Bedarf nach diesem Bildungsgang weiter zunehmen.

Wichtige Informationen im Überblick: