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Übersicht über Projekte

SAVOIRSOCIAL führt eigene Projekte durch und wirkt in unterschiedlichen Projekten von Partnerorganisationen mit.

Informationen zu einzelnen Projekten

Untenstehend finden sich detaillierte Informationen zu den Projekten, in denen SAVOIRSOCIAL massgeblich mitarbeitet.

Projekt Berufsfeld- und Bedarfsanalyse zweijährige berufliche Grundbildung für den Kinderbereich

Aktuell:

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat sich gegen die Einführung einer Attestausbildung im Kinderbereich ausgesprochen. Im folgenden Dokument sind die Gründe dafür dargelegt:

Dieser Entscheid wurde aufgrund des Vorprojekts (vgl. unten) sowie aufgrund von weiteren Abklärungen (Umfrage bei den kantonalen Bewilligungsbehörden, Austausch mit der OdA Hauswirtschaft) getroffen.

Vorprojekt:

Im Rahmen einer Vorabklärung hat die Firma KEK-CDC Consultants eine Kontextanalyse, 15 Interviews mit Schlüsselpersonen sowie vier sprachregionale Workshops durchgeführt. Dabei ist sie der Frage nachgegangen, ob ein Tätigkeitsprofil EBA im Kinderbereich möglich ist. Ebenso wurden erste Hinweise auf die möglichen Ausbildungs- und Arbeitsmarktperspektiven von Lernenden bzw. entsprechend qualifizierten Berufsleuten generiert und Fragestellungen zur Regulierung bzw. Finanzierung aufgenommen.

Aufgrund der Ergebnisse der Vorabklärung hat sich der Vorstand von SAVOIRSOCIAL gegen die unmittelbare Fortführung des Projektes ausgesprochen.

Projektbeschrieb:
Auf Antrag verschiedener Seiten und im Kontext der bevorstehenden Revision des EBA Assistent/in Gesundheit und Soziales hat der Vorstand von SAVOIRSOCIAL im Februar 2016 eine ergebnisoffene Abklärung zur Einführung einer zweijährigen beruflichen Grundbildung für den Kinderbereich beschlossen.

Ausgangslage:
2006 und 2007 wurde erstmals geprüft, ob eine zweijährige berufliche Grundbildung für den Kinderbereich eingeführt werden soll. Aufgrund der Projektergebnisse und der darauffolgenden ablehnenden Stellungnahmen der Vertretungen des Kinderbereichs entschied sich der damalige Vorstand von SAVOIRSOCIAL im April 2008 gegen die Entwicklung einer Ausbildung auf Stufe Eidgenössisches Berufsattest (EBA) für den Kinderbereich.

SAVOIRSOCIAL und OdA Santé entwickelten deshalb die zweijährige berufliche Grundbildung Assistent/in Gesundheit und Soziales entsprechend dem Bedarf von Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Spitex-Organisationen und Institutionen für Menschen mit einer Beeinträchtigung. Ab 2010 erfolgte die schrittweise Einführung dieser Attestausbildung in allen Kantonen mit grossem Erfolg. Die Lernendenzahlen nehmen von Jahr zu Jahr zu: Sind im Jahr 2011 schweizweit 248 Lehrverträge in diesem Beruf abgeschlossen worden, waren es 2015 bereits 950 neue Lehrverhältnisse.

Seit 2010 haben sich immer wieder einzelnen Trägerschaften von Kindertagessstätten und Einrichtungen der schulergänzenden Kinderbetreuung mit der Bitte an SAVOIRSOCIAL und kibesuisse gewendet, auch für den Kinderbereich eine Attest-Ausbildung einzuführen, so zuletzt im Herbst 2015.

Der Vorstand hat nun – in Absprache mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI und der Schweizerischen Berufsbildungsämterkonferenz SBBK für das Abklärungsprojekt Ziele und Vorgehen wie folgt definiert:

Projektziele:
Eine versorgungs- und arbeitsmarktpolitischen Analyse ist erstellt.

  • Eine Untersuchung und Einschätzung des Ausbildungsmarktes liegt vor.
  • Im Falle eines ausgewiesenen Bedarfs sind ein Berufsbild und Tätigkeitsprofil unter Berücksichtigung der bereits bestehenden zwei- und dreijährigen beruflichen Grundbildungen entwickelt.
  • Im Falle eines ausgewiesenen Bedarfs liegt eine Empfehlung vor, wie das Verhältnis zur bereits bestehenden zweijährigen beruflichen Grundbildung Assistent/in Gesundheit und Soziales gestaltet werden soll.
  • Im Sinne einer Gesamtschau sind mögliche Konsequenzen einer allfälligen Einführung einer zweijährigen Attest-Ausbildung im Kinderbereich sowie eines allfälligen Verzichts auf die Einführung dargestellt.

Projektdauer: Juli 2016 bis August 2017

Externe Projektleitung: Das Projekt wurde von der Firma KEK-CDC Consultants durchgeführt.

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer

Stand: Oktober 2019

Revision berufliche Grundbildung Fachmann/-frau Betreuung

Aktuell:

Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Die revidierten Bildungsgrundlagen wurden zusammen mit dem Ticket-Antrag dem SBFI eingereicht.

Als Ergänzung zu den Bildungsgrundlagen wurden dem SBFI für die nationale Anhörung folgende Dokumente eingereicht:

SAVOIRSOCIAL hat die zentralen Neuerungen der revidierten Bildungsgrundlagen in einer Übersicht zusammengefasst:

Das SBFI führt in den nächsten Monaten seine Anhörung durch (bei den kantonalen Departementen im Bereich der Berufsbildung und weiteren interessierten Kreisen). Der Erlass der revidierten Bildungsgrundlagen ist auf August 2020 geplant. Damit werden aller Voraussicht nach im August 2021 die ersten Lernenden ihre Ausbildung nach den neuen Grundlagen starten.

Parallel zur nationalen Anhörung werden die Umsetzungsinstrumente entwickelt. Anschliessend werden für alle Lernorte Schulungen dazu durchgeführt (zweites Halbjahr 2020).

  • Informationen zu den Umsetzungsinstrumenten finden sich weiter unten im Projekteintrag «Umsetzungsinstrumente Fachmann/-frau Betreuung EFZ»

Weitere Dokumente:

Projekt- und Zeitplan

Phase 1: Abklärung Revisionsbedarf
2014 wurde ein umfassendes Projekt zur Abklärung des Revisionsbedarfs der beruflichen Grundbildung Fachfrau/Fachmann Betreuung durchgeführt.

Auf Basis des Schlussberichts hat ein erweiterter Ausschuss der Schweizerischen Kommission für Berufsentwicklung und Qualität (SKBQ) Fachmann/-frau Betreuung das Reformkonzept entwickelt. Dieses dient als Grundlage für die Anpassung der Verordnung über die berufliche Grundbildung Fachfrau/Fachmann Betreuung und den dazugehörenden Bildungsplan.

Im März 2016 wurde beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) der Antrag für ein Vor-Ticket eingereicht. Mit der Vergabe des Vor-Tickets wurde grünes Licht für die Fortsetzung der Revisionsarbeiten gegeben.

Phase 2: Qualifikationsprofil
Das Qualifikationsprofil inklusive Berufsbild und Handlungskompetenzen werden erarbeitet.

Phase 3: Verordnung und Bildungsplan
In dieser Phase steht die Erarbeitung der Bildungsverordnung und des Bildungsplans im Zentrum.

Phase 4: Anhörung SBFI
Das SBFI führt bei den kantonalen Departementen und weiteren interessierten Kreisen eine Anhörung zu den revidierten Bildungsgrundlagen durch.

Phase 5: Erlass und Veröffentlichung
Die Bildungsverordnung wird erlassen und der Bildungsplan genehmigt. Danach werden beide in Kraft gesetzt.

Der Start der revidierten beruflichen Grundbildung erfolgt auf das Schuljahr 2021/22.

Projektdauer: März 2016 – Juli 2021

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer

Stand: Oktober 2019

Laufbahnstudie

Studie zu den Ausbildungs- und Erwerbsverläufen von verschiedenen Berufsgruppen in ausgewählten Berufsfeldern des Sozialbereichs sowie von Berufsabgewanderten (Laufbahnstudie)

Aktuell:

Eineinhalb Jahre nach Abschluss ihrer Ausbildung hat das EHB im Auftrag von SAVOIRSOCIAL ehemalige Lernende EFZ und Studierende HF im Sozialbereich ein zweites Mal befragt. Der Bericht zeigt unter anderem auf, wie sie ihre aktuelle Situation beurteilen, welche Zukunftspläne sie haben und wie zufrieden sie rückblickend mit ihrer Ausbildung sind.

Ausgangslage
Bis heute fehlen zuverlässige Angaben darüber, welche Faktoren den Einstieg und Verbleib in der Branche sowie den Ausstieg aus sozialen Berufen beeinflussen. Deshalb hat SAVOIRSOCIAL 2016 das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB, Zollikofen, mit einer Laufbahnstudie beauftragt. Ziel der Studie ist es, vertieftes Steuerungswissen über die Ausbildungs- und Erwerbsverläufe von einzelnen Berufsgruppen der Sozialen Arbeit inklusive Quereinsteigenden sowie von Berufsabgewanderten zu gewinnen.

SAVOIRSOCIAL hat sich die regelmässige Beobachtung des Arbeits- und Bildungsmarktes im Sozialbereich zum Ziel gesetzt. Dies, nachdem eine Studie zur «Fachkräftesituation im Sozialbereich» 2011 erste Hinweise auf einen Fachkräftemangel in der Branche lieferte: Um den Fachkräfte- und Bildungsbedarf bis 2024 für bestimmte soziale Berufe in den Arbeitsfeldern «Unterstützung von Kindern und Jugendlichen», «Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen» und «Betreuung von Menschen im Alter» abzuschätzen, gab SAVOIRSOCIAL 2015 beim Institut für Wirtschaftsfragen, Basel, eine Vertiefungsstudie in Auftrag. Im Rahmen dieser Studie wurden u.a. mehrere Tausend Institutionen – also die Arbeitgeberseite – zum Fachkräfte- und Bildungsbedarf für 15 soziale Berufe in den oben erwähnten drei Arbeitsfeldern befragt. Die Studie zeigte auf, dass in den drei Arbeitsfeldern bis ins Jahr 2024 rund 45’000 bis 59’000 zusätzliche Fachpersonen benötigt werden. Bis 2024 müssen mehrere Tausend zusätzliche Ausbildungsplätze für soziale Berufe geschaffen werden, damit der qualifizierte Berufsnachwuchs und die Qualität der Angebote gesichert bleiben. Die Studie konnte zudem nachweisen, dass die Abwanderungsquote aus sozialen Berufen überdurchschnittlich hoch ist.

Vorgehen
Die Laufbahnstudie ist in drei Teilprojekte gegliedert, die zwischen August 2016 und September 2019 durchgeführt werden:

  • Erste Welle der Längsschnittbefragung von Lernenden Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ und der Studierenden von Bildungsgängen Kindererziehung HF, Sozialpädagogik HF und Sozialpädagogische Werkstattleitung HF im letzten Ausbildungsjahr (durchgeführt von September bis Dezember 2016)
  • Online -Befragung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die in den Arbeitsfeldern der gesetzlichen Sozialarbeit, der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, der Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung und der Betreuung von Menschen im Alter einen sozialen Beruf ausüben (März bis Juli 2017)
  • Quantitative und qualitative Befragung von Berufsabgewanderten (März 2017 bis Januar 2018)
  • Zweite Welle der Längsschnittbefragung der Fachpersonen Betreuung EFZ und diplomierten Kindererzieher/innen HF, diplomierten Sozialpädagogischen Werkstattleiter/innen HF sowie von diplomierten Sozialpädagog/innen HF eineinhalb Jahre nach Abschluss ihrer Berufsausbildung (Dezember 2018 – März 2019)

Dokumente:

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer-Rosatti

Stand: Oktober 2019

Umsetzungsinstrumente Fachmann/-frau Betreuung EFZ

Ausgangslage
Ausgehend von den revidierten Bildungsgrundlagen Fachmann/-frau Betreuung EFZ werden – parallel zur nationalen Anhörung beim SBFI – Ausbildungsinstrumente für die Praxis erarbeitet. Als fachliche Grundlage dient das Didaktische Rahmenkonzept. Dieses wurde im Juli 2018 vom Vorstand von SAVOIRSOCIAL verabschiedet. Darin werden die Verantwortlichkeiten der drei Lernorte definiert und mögliche Dokumente zur Unterstützung aller ausbildungsbeteiligten Personen sowie die im Bildungsplan festgeschriebenen Umsetzungsinstrumente skizziert.

Oberstes Ziel ist die Koordination und Unterstützung einer umfassenden Lernortkooperation. Der Lernprozess der Lernenden steht dabei im Zentrum: Wenn sie Handlungskompetenzen strukturiert entwickeln, mit geeigneten Instrumenten unterstützt werden und Raum erhalten für ihre Erfahrungswelt, ist ein wichtiger Meilenstein zu einer ganzheitlichen Kompetenzorientierung in der Grundbildung und zur Qualität der Ausbildung gelegt. Lernprozesse dieser Art gelingen nur mit einer funktionierenden Lernortkooperation, beispielsweise durch Standardisierungen an jedem Lernort.

Projektziele
Ausgehend vom Didaktischen Rahmenkonzept werden folgende Umsetzungsinstrumente entwickelt:

  • A: Erarbeitung Ausbildungsprogramme
  • A1: Ausbildungsprogramm Betrieb
  • A2: Ausbildungsprogramm ÜK
  • A3: Ausbildungsprogramm BFS
  • A4: Ausbildungsprogramm Verkürzte Grundbildung
  • A5: Lerndokumentationen und Bildungsbericht
  • B: Instrumente und weitere Dokumente zur Lernortkooperation ÜK, Betrieb und BFS
  • C1: Ausführungsbestimmungen zum «Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung»
  • C2: Regelung des Qualifikationsverfahrens mit Validierung von Bildungsleistungen
  • C3: Dokumente zum Qualifikationsverfahren
  • D: Schulungen

Weitere (z.T. noch zu bestimmende) nachgelagerte oder parallele Arbeiten:

  • E: Einstufung NQR und Zeugniserläuterungen
  • F: Digitale Produkte
  • G: Fachliche Mindestanforderungen für anerkannte Fachkräfte
  • H: Validierung
  • I: Lehrplan BFS pro Schule
  • J: Empfehlung zum Wechsel der Fachrichtung

Im Informations- und Ausbildungskonzept (IAK) sind u.a. die Schulungen für die Berufsbildungsverantwortlichen der drei Lernorte skizziert.

Projektorganisation
Es wird eine Spurgruppe eingesetzt, die aus Vertreter/-innen der Lernorte ÜK, Betrieb und Berufsfachschule sowie aus einer Vertreterin des QV besteht. Die Spurgruppe erarbeitet zusammen mit der Projektleitung die Grundlagen für die Umsetzungsinstrumente. Die vorgeschlagenen Grundlagen werden in den Resonanzforen (je eines pro Lernort) begutachtet und auf die Praxistauglichkeit hin überprüft. Anschliessend werden die Resultate aus den Resonanzforen in der Spurgruppe diskutiert und in die Vorlagen eingearbeitet. Sobald die SKBQ FABE als Steuergremium des Projekts die Vorlagen verabschiedet hat, werden die konkreten Inhalte in vier Arbeitsgruppen (ÜK, BFS, Betrieb, Verkürzte Ausbildung) erarbeitet. Die Mitglieder der Spurgruppe arbeiten je in einer Arbeitsgruppe mit und stimmen so die Inhalte der Lernorte aufeinander ab. Die erstellten Umsetzungsinstrumente werden vor den Sommerferien durch die SKBQ FABE verabschiedet.
Das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB leitet die Arbeitsgruppen. Die Spurgruppe wird von Christine Schaffner geleitet.

Zeitplan
Die Umsetzungsinstrumente A und B werden bis Sommer 2020 erarbeitet. Mit der Entwicklung aller weiterer Instrumente wird parallel dazu bereits gestartet oder erst in der Folge. Die Schulungen zu den neuen Ausbildungsinstrumenten sind im 2. Semester 2020 geplant.

Projektdauer: Frühling 2019 – Sommer 2021

Externe Projektleitung: EHB und Christina Schaffner GmbH

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer und Fränzi Zimmer

Stand: Oktober 2019

Entwicklung einer oder zwei Berufsprüfung/en für die Bereiche «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» im Berufsfeld Arbeitsintegration

Aktuell:

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat die Prüfungsordnungen und Wegleitungen zu den geplanten Berufsprüfungen Arbeitsagoge/-in mit eidg. Fachausweis und Job Coach mit eidg. Fachausweis für die brancheninterne Anhörung (18. Juli bis 25. September) verabschiedet.

Die Qualifikationsprofile (Teil der Wegleitung) wurden gemäss Rückmeldungen des SBFI überarbeitet, anschliessend ins Fachlektorat gegeben und entsprechend aktualisiert:

Nach der Anhörung werden die Stellungnahmen geprüft, die Resultate eingearbeitet und die Dokumente finalisiert. Ziel ist es, die Prüfungsordnungen per Ende Jahr dem SBFI zur Genehmigung einzureichen.

Das SBFI unterstützt die Erarbeitung der Prüfungsordnungen und Wegleitungen finanziell.

Folgende Organisationen übernehmen die Trägerschaft für die zukünftigen Berufsprüfungen: SAVOIRSOCIAL, INSOS Schweiz, Arbeitsintegration Schweiz, Verband Arbeitsagogik Schweiz, Supported Employment Schweiz, Agogis und Arpih.

Ausgangslage:

Auf der Grundlage des Projekts Berufsfeld- und Bedarfsanalyse im Bereich Arbeitsintegration hat SAVOIRSOCIAL die Arbeiten für das Nachfolgeprojekt «Entwicklung einer oder zwei Berufsprüfung/en für die Bereiche «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» im Berufsfeld Arbeitsintegration» aufgenommen.

Projektorganisation
Die Projektorganisation sieht eine Fach- sowie eine Steuergruppe vor. Diese Organisation gewährleistet den Praxisbezug sowie breit abgestützte Ergebnisse. Die Mitglieder der Fachgruppe sorgen dafür, dass die Projektergebnisse praxisorientiert ausgestaltet sind und sich harmonisch ins bereits bestehende Bildungssystem einfügen. Die Mitglieder der Steuergruppe beurteilen die Projektergebnisse aus Verbandsperspektive und sorgen damit für breit abgestützte Ergebnisse in den im Berufsfeld zahlreichen Organisationen der Arbeitswelt.
In einem ersten Schritt werden die im Rahmen des Vorprojekts erstellten Qualifikationsprofile «Arbeitsagogik» und «Job-Coaching» auf Stufe Berufsprüfung unter fachlicher Begleitung der Firma Ectaveo bereinigt. Dabei wird auf eine klare Abgrenzung gegenüber bestehenden Berufsbildungsabschlüssen (sozialpädagogische/r Werkstattleiter/in und Ausbildungen im Beratungsbereich) geachtet.
In einem zweiten Schritt werden die Prüfungsordnung/en und Wegleitung/en für die neu geschaffene/n Berufsprüfung/en erarbeitet. Diese werden anschliessend bei allen Mitgliederorganisationen von SAVOIRSOCIAL und ausgewählten Partnerorganisationen in die brancheninterne Anhörung gegeben. Nach der brancheninternen Anhörung werden die Unterlagen dem SBFI zur Genehmigung eingereicht.

Projektziele und Zeitplan
Phase 1 Bereinigung und Verabschiedung der Qualifikationsprofile: März 2018- Dezember 2018

  • Es liegen zwei Qualifikationsprofile auf Stufe Berufsprüfung vor, welche gegenüber bestehenden Abschlüssen in Bezug auf die Kompetenzen und die Titel klar abgegrenzt sind.
  • Der Entscheid für eine Berufsprüfung mit zwei Fachrichtungen oder zwei separate Berufsprüfungen ist gefällt.
  • Es liegen Anerkennungsempfehlungen für Personen vor, die Vorbereitungskurse für die HFP Arbeitsagogik erfolgreich besucht, aber die Prüfung nicht abgelegt haben.
  • Die Trägerschaftsfrage der zukünftigen Berufsbildungsangebote ist geklärt.

Phase 2: Erarbeitung einer resp. zwei Prüfungsordnung/en und Wegleitung/en: Januar 2019-Dezember 2019

  • Es liegen zwei Prüfungsordnungen und Wegleitungen vor, die den Bedürfnissen der Branche entsprechen und dem SBFI zur Genehmigung eingereicht werden können.

Hier findet sich der detaillierte Zeitplan.

Projektdauer: Januar 2018 bis Dezember 2019

Externe Projektleitung: Ectaveo, Zürich

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Stephanie Zemp

Aktualisiert: Juni 2019

Fünf-Jahresüberprüfung Assistent/in Gesundheit und Soziales

Aktuell:

Die Vorstände von SAVOIRSOCIAL und OdA Santé haben den Überprüfungsbericht zur Bildungsverordnung und zum Bildungsplan Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA verabschiedet. Dieser empfiehlt, die Bildungserlasse unverändert zu lassen. Damit folgen die Vorstände der Empfehlung der SKBQ AGS. Eine vorgängige Umfrage bei den drei Lernorten sowie eine Anhörung bei den Mitgliedern der Co-Trägerorganisationen SAVOIRSOCIAL und OdA Santé haben gezeigt, dass die Zufriedenheit mit der heutigen Ausbildung gross ist. Auf Ebene der Umsetzungsdokumente werden hingegen einige Optimierungen geprüft.

Damit ist das Projekt abgeschlossen.

Projektverlauf

Die Bildungsgrundlagen sind in der Befragung in allen Punkten auf deutliche Zustimmung gestossen. Dies erlaubt nach Ansicht der SKBQ AGS und der Vorstände der Trägerorganisationen, auf der gegebenen Basis weitere Erfahrungen mit der noch jungen Ausbildung zu sammeln und so allfälligen späteren Veränderungsbedarf vertiefter abzustützen.

Die Rückmeldungen aus der Befragung wie auch der daraus abgeleitete Handlungsbedarf sind in einem Auswertungsbericht zusammengefasst. Die SKBQ AGS konstatiert lediglich geringfügigen Handlungsbedarf: So gilt es, die Wegleitung zum Qualifikationsverfahren zu prüfen sowie die Hilfsmittel für die Durchführung der Kompetenznachweise Praxis und die Instrumente zum Dokumentieren des Ausbildungsverlaufs zu optimieren.

Ausserdem schlägt die SKBQ AGS ergänzende Massnahmen vor, nämlich:

  • Verstärkte PR für den Beruf Assistent/in Gesundheit und Soziales. Hier geht es primär um die Klärung seiner Wertigkeit und seiner Abgrenzung gegenüber den Pflegehelferkursen des SRK.
  • Förderung der Zielgruppe Erwachsene durch die Schaffung eigener Klassen für Erwachsene oder durch die Prüfung finanzieller Anreize.

Im Rahmen der 5-Jahres-Überprüfung haben auch das SBFI und die SBBK einen Bericht verfasst. Die darin enthaltenen Prüfpunkte sind von der SKBQ diskutiert und im Auswertungsbericht gewürdigt worden.

In einem nächsten Schritt haben die Mitglieder von SAVOIRSOCIAL und OdASanté auf der Basis des Auswertungsberichts die Richtigkeit und Vollständigkeit des durch die SKBQ AGS festgestellten Handlungsbedarfs beurteilt. Die Anhörung dauerte von Januar bis März 2019.

Unter Berücksichtigung der Stellungnahmen der Mitgliederverbände überprüfte die SKBQ AGS im Frühjahr 2019 ihre Empfehlungen zum Handlungsbedarf. Sie verabschiedete anschliessend den Überprüfungsbericht.

Befragung der drei Lernorte und der Chefexperten/-innen

Am 31. Mai 2018 hat die Befragung zur 5-Jahres-Überprüfung für den Beruf Assistent/in Gesundheit und Soziales (AGS) mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) geendet. Es lagen insgesamt 190 Rückmeldungen zu den aktuellen Ausbildungsgrundlagen vor. Mit dieser Befragung hat die Trägerschaft – OdASanté und SAVOIRSOCIAL – die Erfahrungen und Bedürfnisse aus der Umsetzung der Bildungserlasse an den drei Lernorten erfasst.

In enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Organisationen der Arbeitswelt war eine genau definierte Anzahl von zu befragenden Personen an den drei Lernorten Betrieb, Berufsfachschulen und überbetriebliche Kurse (üK) mit einem Online-Fragebogen bedient worden.

Ausgangslage:
Seit dem ersten Januar 2012 sind die Bildungsverordnung und der Bildungsplan des Berufs Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA in Kraft. Im Rahmen ihrer gesetzlich festgelegten Aufgaben hat die SKBQ AGS die vorgeschriebene Fünf-Jahres-Überprüfung der Bildungsgrundlagen in Angriff genommen.

Ziele:
Das Projekt hat zum Ziel, die Bildungsverordnung sowie den Bildungsplan Assistent/in Gesundheit und Soziales zu überprüfen und ggf. an die aktuellen Entwicklungen im Berufsfeld anzupassen.

Ablauf:
In einem ersten Schritt wurden die Erfahrungen und Bedürfnisse der drei Lernorten mittels einer Umfrage eruiert. Der daraus erarbeitete Auswertungsbericht enthält Empfehlungen zum Handlungsbedarf. In einem zweiten Schritt haben die Mitglieder von SAVOIRSOCIAL und OdASanté die Möglichkeit, eine Stellungnahme einzureichen. Aufgrund der Ergebnisse erstellte die Projektleitung einen Überprüfungsbericht, der von der SKBQ verabschiedet wurde. Anschliessend wird er den Vorständen der Trägerschaftsorganisationen zur Genehmigung vorgelegt. Falls ein (Teil-)Revisionsbedarf festgestellt wird, folgt der Antrag auf ein Vor-Ticket beim SBFI.

Organisation:
Verantwortlich für das Projekt ist die Trägerschaft des Berufs: SAVOIRSOCIAL und OdASanté. Die Leitung liegt bei OdASanté (Katrin Arnold). Projektverantwortliche bei SAVOIRSOCIAL ist Katrin Fuhrer.

Zeitplan:

  • Verabschiedung Auswertungsbericht durch SKBQ: November 2018
  • Stellungnahmen der Mitglieder: Januar/Februar/März 2019
  • Verabschiedung Überprüfungsbericht durch SKQB und Vorstände: Mai 2019
  • Erteilung des Vortickets: Oktober 2019

Revision Rahmenlehrpläne HF im Sozialbereich

Aktuell:

Die brancheninterne Anhörung zu den Entwürfen der revidierten Rahmenlehrpläne HF im Sozialbereich ist abgeschlossen. Zurzeit werden die Änderungsvorschläge der Stellungnahmen geprüft.

Experten/-innen der Projektgruppe haben die allgemeinen Kapitel, wie zum Beispiel «Zulassung» oder «Qualifikationsverfahren» überarbeitet. 25 Fachexperten/-innen aus Schule und Praxis und aus verschiedenen Sprachregionen der Schweiz haben in mehreren Workshops die neuen fachspezifischen Kompetenzprofile entwickelt.

Grundlage für die inhaltliche Überarbeitung war eine Analyse und die erste brancheninterne Anhörung vom Herbst 2017, bei der sich alle relevanten Organisationen zu den Revisionsempfehlungen äussern konnten.  Die Resultate dieser Anhörung sind in ein Positionspapier eingeflossen, das die Vorstände von SAVOIRSOCIAL und SPAS im Frühling 2018 verabschiedet haben.

Ausgangslage:
Die Trägerorganisationen der Rahmenlehrpläne der Höheren Fachschulen im Sozialbereich SAVOIRSOCIAL und SPAS führen eine umfassende Revision der Rahmenlehrpläne Sozialpädagogik HF, Kindererziehung HF, Gemeindeanimation HF sowie sozialpädagogische Werkstattleitung HF durch.

Ziele:
Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt:

  • Der Revisionsbedarf ist pro Rahmenlehrplan bezüglich Tätigkeit und Berufsfeld sowie insgesamt im Sozialbereich systematisch analysiert und definiert. Die Rahmenlehrpläne sind bezüglich Konsistenz von Ausbildung und künftigem Praxisbedarf sowie bezüglich Schnittstellen zwischen den vier Berufsbildern überprüft und beschrieben.
  • Die Eckwerte für die Überarbeitung der Rahmenlehrpläne sind definiert. Die Eckwerte betreffen den Inhalt, den formellen Rahmen, die einheitliche Terminologie und die Methodik der Handlungskompetenzorientierung.
  • Die Rahmenlehrpläne sind inhaltlich und formell überarbeitet.
  • Die Rahmenlehrpläne sind von der Trägerschaft erlassen und vom SBFI genehmigt.

Zeitplan und Vorgehen:

Phase 1 (2015-2017):
In der ersten Projektphase wurde eine Bedarfsabklärung und eine Überprüfung der bestehenden Rahmenlehrpläne durchgeführt. Hierbei wurde untersucht, wie die vier Berufsbilder zueinander stehen, beziehungsweise wo Gemeinsamkeiten liegen und wo Unterschiede existieren. Als Informationsquellen dienten die Berufs- und Bildungspolitik, Fachtheorien und Arbeitsanalysen. Im Zentrum dieser Phase stand einerseits die Dokumenten- und Umfeldanalyse, andererseits eine breit durchgeführte Befragung bei Bildungsanbietern, Arbeitgebern sowie Absolvent/innen von Höheren Fachschulen.

Phase 2 (2018):
Die zweite Phase war bestimmt durch die konkrete Anpassung der vier Berufsprofile durch Praxisexperten/-innen, der Ausarbeitung von gemeinsamen und fachspezifischen Kompetenzen sowie der Anpassungen der allgemeinen Bestimmungen.

Phase 3 (2019-2020):
Darauf folgt die Phase der Finalisierung der vier Rahmenlehrplan-Entwürfe sowie die Genehmigungsphase zuerst in der Branche und danach beim SBFI.

Projektdauer: September 2016 bis Juli 2020

Externe Projektleitung: Der Auftrag wird vom Büro für Bildungsfragen realisiert. Projektleiterin ist Nina Denzler.

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli

Aktualisiert: Juni 2019

Unabhängige Praktika vor Lehrbeginn

Aktuell:

SAVOIRSOCIAL hat auch im 2018 eine Umfrage bei den Lernenden Fachmann/-frau Betreuung  durchgeführt. Sie wurden danach befragt, ob sie vor dem Eintritt in die berufliche Grundbildung ein ausbildungsunabhängiges Praktikum absolviert haben.

Die Erhebung erfolgte bei den Lernenden des ersten Lehrjahres der dreijährigen Ausbildung zwischen Oktober und Dezember 2018. Lernende mit verkürzter Ausbildung und solche in schulischen Ausbildungen wurden nicht befragt.

Die Resultate zeigen, dass 15% der Lernenden direkt in die Lehre als Fachmann/-frau Betreuung eingestiegen sind. Erstmals wurden auch die Gründe erhoben, weshalb sie ein Praktikum absolviert haben.

SAVOIRSOCIAL hat einen Flyer erarbeitet, der über das Thema ausbildungsunabhängige Praktika im Sozialbereich informiert. Er richtet sich hauptsächlich an jugendliche Berufsinteressierte und ihre Eltern und weist sie auf einige wichtige Aspekte in Bezug auf den Einstieg in die berufliche Grundbildung Fachmann/-frau Betreuung hin.

Ausgangslage und Ziel:
Die grosse Mehrheit der Lernenden Fachfrau / Fachmann Betreuung hat vor ihrem Einstieg in die berufliche Grundbildung ein oder sogar mehrere ausbildungsunabhängige Praktika absolviert. Dies ist in den gesetzlichen Grundlagen nicht vorgesehen und auch nicht erwünscht. SAVOIRSOCIAL hat sich dem Thema angenommen und im Dezember 2016 einen Runden Tisch dazu einberufen. Gemeinsam mit Vertretungen von Bund, Kantonen und Mitgliederorganisationen wurde eine Erklärung verfasst mit dem Ziel, die Einstiegshürden in die berufliche Grundbildung in Form von Praktika abzubauen. Im Dezember 2017 hat der zweite Runde Tisch zum selben Thema stattgefunden. Der Austausch zeigte, dass mehrere Massnahmen ergriffen und Aktivitäten durchgeführt wurden. Einige Verbände haben Positionspapiere, Medienmitteilungen und Informationsblätter zum Thema aufgesetzt. SAVOIRSOCIAL hat eine Umfrage zur Situation der Lernenden in den Kantonen durchgeführt.

Dokumente Runder Tisch 2017:

Dokumente Runder Tisch 2016:

Aktualisiert: Februar 2019

Berufsfeldanalyse Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung

Aktuell:
Die Berufsfeldanalyse im Bereich Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung soll gemeinsam mit einem externen Bildungspartner realisiert werden. Dieser wird bis Ende 2019 von den Vorständen von SAVOIRSOCIAL und OdASanté gewählt.

Projektbeschrieb und -organisation:
Das Projekt besteht aus einer ausführlichen Berufsfeldanalyse im Bereich Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung. Seit Januar 2016 bearbeiten OdASanté und SAVOIRSOCIAL die Schnittstelle zwischen dem Gesundheits- und Sozialbereich. Dabei wurden verschiedene Abschlüsse und Berufsfelder diskutiert, u.a. dasjenige Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung. 2018 hat in Bern ein Treffen mit Vertretungen von OdASanté, SAVOIRSOCIAL, Curaviva und dem Schweizerischen Verband der Aktivierungsfachfrauen und -männer SVAT stattgefunden. Anlässlich dieser Sitzung wurde die Situation im Berufsfeld Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung sowie das Anliegen diskutiert, vor der Überprüfung und Revision des Rahmenlehrplanes für den Bildungsgang Aktivierung HF, eine Berufsfeldanalyse zu machen.

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat an seiner Sitzung im April 2018 beschlossen, dass er sich an einer solchen Berufsfeldanalyse beteiligt. Der Vorstand OdASanté hat am 28. Juni 2018 beschlossen, das Projekt im Grundsatz zu unterstützen. Curaviva ist Mitglied bei OdASanté und bei SAVOIRSOCIAL, der SVAT ist Mitglied bei OdASanté.

Ausgangslage
Das Berufsfeld der Aktivierungstherapie/Alltagsgestaltung ist sehr breit. Fachpersonen in diesem Berufsfeld arbeiten in den diversen stationären und ambulanten Einrichtungen und Organisationen des Gesundheitswesens.

Der Rahmenlehrplan Aktivierung HF wurde im August 2008 in Kraft gesetzt. 2015 erfolgten erste Anpassungen im Rahmen einer kleinen Revision.
Gemäss den neuen Mindestvorschriften für die Anerkennung von Bildungsgängen HF von 2017 müssen für alle Rahmenlehrpläne bis spätestens Ende 2022 Anträge um Neugenehmigung beim SBFI eingereicht werden.

Projektziele

  • Das Berufsfeld Alltagsgestaltung / Aktivierungstherapie ist bezüglich Weiterentwicklung von bestehenden und bezüglich Entwicklung allfälliger zukünftiger Abschlüsse analysiert.
  • Die aktuell notwendigen und die zukünftigen arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen der Alltagsgestaltung / Aktivierungstherapie sind beschrieben und erfassen sowohl die Deutschschweiz wie auch die lateinische Schweiz.
  • Es ist beschrieben, welche Kompetenzen auf welchen Qualifikationsstufen ausgebildet werden (Ist-Situation) und in Zukunft ausgebildet werden sollten (Soll-Situation).
  • Eine Delta-Analyse zu den Kompetenzen der aktuellen Abschlüsse in den Bereichen Alltagsgestaltung und Aktivierungstherapie liegt vor. Veränderungen bei den Kompetenzen im Berufsfeld werden auf die Bildungsverordnungen und die Bildungspläne der beruflichen Grundbildungen Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA, Fachperson Betreuung EFZ und Fachperson Gesundheit EFZ, auf die Rahmenlehrpläne Aktivierung HF, Pflege HF und Gemeindeanimation HF sowie – soweit als möglich – auf die Curricula der Bachelorausbildungen übertragen, um ein allfälliges Delta abzudecken.
  • Die Berufsfeldanalyse zeigt Anschluss-Karrieremöglichkeiten auf, sowie Zulassungsbedingungen und Anrechenbarkeit von Kompetenzen anderer Profile (Stimmigkeit der Bildungssystematik / Durchlässigkeit).
  • Ein Schlussbericht fasst die Resultate der Berufsfeldanalyse zusammen und gibt Empfehlungen hinsichtlich der Weiterentwicklung des Berufsfeldes (Teilrevision, Totalrevision, alternative Abschlüsse).

Projektdauer: 2019- 2021

Projektleitung:

Riccardo Mero, OdA Santé

tbd, externe pädagogische Begleitung

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli und Ursula Zweifel

aktualisiert: Juli 2019

Validierung von Bildungsleistungen HF

Aktuell:
Das Verfahren zur Anrechnung von Bildungsleistungen wurde von den beiden Vorständen SPAS und SAVOIRSOCIAL in den Grundzügen genehmigt. Unterdessen wurde die Verfahrensskizze detailliert ausgearbeitet und soll noch 2019 erneut den Vorständen zur Genehmigung vorgelegt werden. Durch das gleichzeitig laufende Projekt «Revision der Rahmenlehrpläne im Sozialbereich» hat sich insofern eine Verzögerung ergeben, als dass die Handlungskompetenzen, die als Grundlage für die Anrechnung dienen, noch nicht definitiv ausformuliert sind. Sobald diese feststehen, kann mit den weiteren Arbeiten (Suche und Schulung von Expert/innen, Ausarbeiten von Formularen, Durchführen von Informationsanlässen für interessierte Personen, Erstellen einer Website etc.) begonnen werden. Im Entwurf der neuen Rahmenlehrpläne ist im Übrigen auch eine Bestimmung enthalten, wonach die Ergebnisse eines allfälligen Anrechnungsverfahrens von den Höheren Fachschulen anerkannt werden.

Ausgangslage:
Im Gegensatz zu den beruflichen Grundbildungen Assistent/in Gesundheit und Soziales sowie Fachfrau / Fachmann Betreuung gibt es auf Stufe Höhere Fachschulen (HF) kein einheitliches Verfahren für die Anerkennung von bereits erbrachten Bildungsleistungen (sogenanntes Validierungsverfahren). Der Bedarf ist jedoch gegeben: Viele Personen mit wertvollen Berufserfahrungen, aber keiner einschlägigen Vorbildung interessieren sich für ein verkürztes HF-Studium im Sozialbereich. Weil die individuelle Überprüfung einen grossen Aufwand darstellt, werden diese Personen häufig von den Schulen dazu aufgefordert, die gesamte Ausbildung zu absolvieren. Zahlreichen Interessierten ist dies aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht möglich, weshalb dem Sozialbereich wichtige personelle Ressourcen verloren gehen.

Projektziele:
Als erster Schritt klärt das Projekt die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen ab, um ein standardisiertes und national anwendbares Verfahren zur Anrechnung von Bildungsleistungen auf Stufe höhere Fachschule zu entwickeln. In einem zweiten Schritt wird dieses Verfahren konkret ausgearbeitet: Die gesuchstellenden Personen dokumentieren ihre bereits erworbenen Kompetenzen in einem Dossier. Dieses bildet die Grundlage für die Anrechnung der Bildungsleistungen sowie für die Empfehlung zu ergänzenden Bildungsmassnahmen. Das neu entwickelte Verfahren wird danach in einem dritten Schritt in Form eines Pilotprojekts getestet und evaluiert.

Projektorganisation:
Die Projektträgerschaft setzt sich zusammen aus der Schweizerischen Plattform für Ausbildungen im Sozialbereich SPAS sowie SAVOIRSOCIAL. Hinzugezogen wird ein externer Projektleiter. Eine Begleitgruppe unterstützt die Projektleitung, in dem sie Ideen und Vorschläge einbringt die Konzeptentwürfe in Bezug auf die Praxistauglichkeit überprüft und Rückmeldung zu den erarbeiteten Grundlagen gibt.

Das Projekt wird vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) finanziell unterstützt.

Projektdauer: Januar 2017 bis ?

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Katrin Fuhrer-Rosatti

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