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Abgeschlossene Projekte

Hier finden sich Informationen zu ausgewählten, bereits abgeschlossenen Projekten von SAVOIRSOCIAL.

Revision Berufsprüfung Migrationsfachperson

Aktuell:
Die brancheninterne Anhörung im Rahmen der Revision der Prüfungsordnung Migrationsfachfrau / -mann mit eidgenössischem Fachausweis ist abgeschlossen. Die Prüfungsordnung und Wegleitung wurden entsprechend überarbeitet und beim SBFI eingereicht. Die neuen Bildungserlasse treten per Anfang 2021 in Kraft.

  • Prüfungsordnung (wird in Kürze aufgeschaltet)
  • Wegleitung (wird in Kürze aufgeschaltet)
  • Qualifikationsprofil (wird in Kürze aufgeschaltet)

Ausgangslage:
migration:plus und das Staatssekretariat für Migration (SEM) als aktuelle Trägerorganisationen der Berufsprüfung «Migrationsfachfrau/Migrationsfachmann» haben im Herbst 2016 die Revision der Prüfungsordnung in die Wege geleitet.

Das Berufsfeld der Asyl- und Rückkehrhilfe und der Integrationsförderung hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und sich inhaltlich zunehmend stärker auf das Thema Integration ausgerichtet. SAVOIRSOCIAL will sich deshalb stärker als bis anhin für diesen gesellschaftlich bedeutungsvollen sozialen Beruf engagieren. So hat SAVOIRSOCIAL im Frühling 2016 Interesse an einer Co-Trägerschaft signalisiert und arbeitet in der Begleit- und Fachgruppe des Revisionsprojekts mit.

Neben fachlichen und organisatorischen Gründen erfolgt die Revision auch aufgrund der periodischen Überprüfung der Bildungsgrundlagen: Die Berufsprüfung wurde 2009 erstmals durchgeführt, seither haben mehr als 250 Personen den eidgenössischen Fachausweis erhalten.

Ziele:
Das Projekt verfolgt das Ziel, die Inhalte der Ausbildung im Sinne eines Qualifikationsprofils an die neuen Gegebenheiten im Feld anzupassen. Wichtig ist ebenfalls, dass die Projektteilnehmenden ein gemeinsames Verständnis entwickeln, nach welchem Ansatz zentrale Themen vermittelt werden sollen.

Zeitplan:
Vorbereitende Phase bis April 2016:
Workshop mit Praxisvertreter/innen zur Erfassung der aktuellen Handlungsfelder und Tätigkeiten von Migrationsfachpersonen

1. Phase ab März 2016:
Erstellung des Qualifikationsprofils (Berufsbild, Tätigkeitsfelder, Tätigkeiten und Leistungskriterien)

2. Phase ab Juni 2017:
Erarbeitung der neuen Prüfungsordnung, Wegleitung zur Prüfungsordnung und Bildung einer neuen erweiterten Trägerschaft

3. Phase ab Oktober 2017:
Brancheninterne Anhörung zu den Qualifikationsprofilen sowie Prüfungsordnung und Wegleitung

4. Phase ab Januar 2018:
Genehmigung und Inkraftsetzung der neuen Prüfungsordnung durch das SBFI.

Die erste Prüfung nach neuer Prüfungsordnung wird voraussichtlich im Jahr 2021 stattfinden.

Projektleitung:
Die Projektleitung hat das SEM (Alexandra Clerc) inne. Für die Koordination ist die Firma «KEK-CDC Consultants» zuständig.

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli

Aktualisiert: Juli 2019

Abklärung des Qualifikationsbedarfs im Bereich Frühe Förderung und Sprachförderung

Aktuell:
Mit der Studie «Qualifikationsbedarf in der Frühen Förderung und Sprachförderung» wurde erstmals eine umfassende Situationsanalyse und Systematisierung der Arbeitsfelder der Frühen Förderung in der Schweiz erstellt. Damit stellt sie aus Sicht von SAVOIRSOCIAL eine wichtige Grundlage dar, um das Thema Qualifikation in der Frühen Förderung auf allen Bildungsstufen weiter zu entwickeln. Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat die Studie im Sommer 2018 verabschiedet.

Die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen Qualifikationsniveau und Qualifikationsbedarf. Das heisst: je höher das fachspezifische Qualifikationsniveau, desto geringer sind die Kompetenzlücken. Die Autoren/-innen schliessen daraus, dass Kompetenzen in der frühen Förderung über eine tertiäre Fachausbildung erworben werden könnten.

Was heisst das für die Berufsbildung im Sozialbereich?

Für den Bereich der Berufsbildung, für den die Dachorganisation der Arbeitswelt Soziales zuständig ist, hat der Vorstand von SAVOIRSOCIAL vorerst zwei konkrete Handlungsfelder formuliert:

1. Stärkung HF Kindererziehung

Bei der «Stärkung HF Kindererziehung» geht es darum, grundsätzlich eine höhere fachliche Qualifikation sicherzustellen, indem mehr Fachmänner/-frauen Betreuung eine höhere Fachschule (HF) für Kindererziehung absolvieren und die Betriebe diese Fachpersonen auch anstellen. Dabei liegt der Einflussbereich von SAVOIRSOCIAL hauptsächlich im Marketing, in der Revision von Bildungsgrundlagen (z.B. des Bildungsplans Fachmann/-frau Betreuung oder des Rahmenlehrplans HF Kindererziehung) sowie in der politischen und strategischen Sensibilisierung der Mitglieder und Organisationen mit Entscheidungskompetenz in diesem Bereich.

2. Bedarfsklärung Qualifizierung in niederschwelligen Arbeitsfeldern

Bei der «Qualifizierung von Personen aus niederschwelligen Arbeitsfeldern» (Tagesfamilien, Spielgruppen, Pflegeeltern usw.) geht es einerseits um die Anrechnung von Bildungsleistungen und andererseits um die Frage, ob eine Berufsprüfung Frühe Förderung und/oder Sprachförderung für Personen, die ohne spezifischen Berufsabschluss in der Betreuung im Frühbereich tätig sind, gewünscht und machbar ist.

Anfang 2019 wird der Vorstand von SAVOIRSOCIAL weitere mögliche Handlungsfelder diskutieren und die Breite des Engagements sowie die konkreten Schwerpunkte festlegen.

Darüber hinaus lädt SAVOIRSOCIAL seine Mitglieder sowie alle weiteren Akteure der Frühen Förderung (z.B. die Anbieter von Ausbildungen im Tertiär A Bereich, Dach- und Fachorganisationen oder Berufsverbände einzelner Arbeitsfelder) ein, die Ergebnisse der Studie für ihre Bereiche und Arbeitsfelder zu nutzen und weiterzubearbeiten.

Ausgangslage für die Studie:

Der Vorstand von SAVOIRSOCIAL hat sich 2015 eingehend mit den Entwicklungen im Bereich der frühen Förderung der vergangenen Jahre auseinandergesetzt. In einem ersten Schritt verfasste die Geschäftsstelle ein Grundlagenpapier zum Thema. Dieses gab verschiedene Begriffsdefinitionen wieder und skizzierte die der frühen Förderung zugrunde liegenden Bildungskonzeptionen. Ebenso zeigte es die verschiedenen Aktivitäten von Bund und Kantonen in der frühen Förderung und die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen auf. Diese Akteure verknüpfen mit der frühen Förderung verschiedene bildungs-, integrations-, gesundheits- sowie arbeitsmarktpolitische Zielsetzungen und versprechen sich davon auch einen grossen volkswirtschaftlichen Nutzen. Weiter wurden darin auch die zahlreichen in die frühe Förderung involvierten Berufspersonen und -gruppen beschrieben und eine erste Übersicht über die bestehenden Weiterbildungsangebote für diese Berufsgruppen bzw. Projekte zur Stärkung der pädagogischen Qualität erstellt. Die Auslegeordnung ergab, dass es unklar ist, ob und in welchem Ausmasse die zahlreichen in die frühe Förderung involvierten Berufspersonen und -gruppen die fachlichen Anforderungen an sie auch tatsächlich erfüllen. Deshalb kam der Vorstand von SAVOIRSOCIAL zum Schluss, dass für eine Analyse zur Klärung des effektiven Qualifikationsbedarfs in der frühen Förderung und Sprachförderung ein entsprechendes Projekt durchgeführt werden soll. Im Februar 2016 erteilte der Vorstand von SAVOIRSOCIAL den Auftrag für das entsprechende Projekt der Firma BASS (Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien) aus Bern.

Projektziele:
Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt:

  • (einleitende) Beschreibung des Arbeitsfeldes und der darin tätigen Berufsgruppen sowie Definition des Begriffs frühe Förderung
  • Beschreibung der aktuell vorhandenen Kompetenzen der in diesem Arbeitsfeld tätigen Berufspersonen, insbesondere der Elternbildner/innen, der (sozial)pädagogischen Familienbegleiter/innen, der Betreuungspersonen in Kindertagesstätten und Kinderheimen (v.a. der Fachpersonen Betreuung, Sozialpädagog/innen und Kindererzieher/innen HF), der Spielgruppenleiter/innen, der (Koordinator/innen von) Tages- und Pflegeeltern im Bereich frühe Förderung und Sprachförderung (IST-ZUSTAND)
  • Definition des Qualifikationsbedarfs im Bereich frühe Förderung und Sprachförderung bezogen auf die einzelnen Berufsgruppen (SOLL-ZUSTAND).
  • Beschreibung, wie ein allfälliger Qualifikationsbedarf sinnvollerweise gedeckt werden kann, beispielsweise über eine Anpassung bereits bestehender Bildungsgrundlagen (im Falle eidgenössisch reglementierter Berufe), in Form von Weiterbildungsangeboten (nicht formale Bildung) oder in Form zusätzlicher eidgenössisch reglementierter Berufsbildungsabschlüsse (formale Bildung) oder in Form des Einbezugs zusätzlichen Expertenwissens bzw. weiterer Fachpersonen in den einzelnen Institutionen.
  • Im Falle, dass ein Bedarf nach zusätzlichen Berufsbildungsabschlüssen festgestellt wird, sollen Empfehlungen für deren Entwicklung formuliert werden.

Methodisches Vorgehen:
Neben einer fundierten Literatur- und Dokumentenanalyse steht im Zentrum des Projekts eine Delphi-Umfrage bei 150 Expertinnen und Experten aus allen Bereichen der Frühen Förderung. Die Expert/innen werden zur Thematik des Projekts mittels Fragebogen befragt. Dieselben Personen validieren die Umfrageergebnisse in einem zweiten Schritt. Die Delphi-Methode eignet sich zur Einschätzung von zukünftigen Ereignissen und ist auf Konsens zwischen Expert/innen ausgelegt. Zur breiten Diskussion der Umfrageergebnisse und weiterer Projektschritte wird eine ebenfalls breit aufgestellte Begleitgruppe eingesetzt.

Projektdauer: März 2016 – März 2018

Einbezug interessierter Organisationen:
Bereits im Vorfeld zur Projektvergabe wurden verschiedene Fach- und Berufsverbände über das Projekt informiert. Diese Kreise werden in den kommenden Wochen erneut kontaktiert und für eine Mitarbeit als Teilnehmende der Delphi-Befragung und/oder in der Begleitgruppe angefragt.

Dokumente:

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Fränzi Zimmerli

Aktualisiert: November 2018

Fachkräftestudie

Vertiefungsstudie zum Fachkräfte- und Bildungsbedarf für soziale Berufe in ausgewählten Berufsfeldern des Sozialbereichs

Bis ins Jahr 2024 werden in den Arbeitsfeldern Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen und Betreuung von Menschen im Alter rund 45’000 bis 59’000 zusätzliche Fachpersonen benötigt. Dies zeigt die Studie „Fachkräfte- und Bildungsbedarf für soziale Berufe in ausgewählten Berufsfeldern des Sozialbereichs“ von SAVOIRSOCIAL. In den nächsten acht Jahren müssen mehrere Tausend zusätzliche Ausbildungsplätze für soziale Berufe geschaffen werden, damit der qualifizierte Berufsnachwuchs und die Qualität der Angebote gesichert bleiben.
Die sozialen Berufe verzeichneten in den letzten 20 Jahren ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum von jährlich rund 5%. Allein in den drei Arbeitsfeldern Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen und Betreuung von Menschen im Alter üben heute rund 97’000 Personen einen sozialen Beruf aus. Unter den Beschäftigten finden sich überdurchschnittliche viele Frauen (Frauenanteil: 81%) und jüngere Personen (35% der Personen sind unter 30jährig) sowie relativ wenige Ausländer/innen (Ausländeranteil: 12%). Die Teilzeiterwerbsquote ist vergleichsweise hoch (64%), ebenso der Anteil von Beschäftigten ohne berufsspezifische Ausbildung (je nach Beruf bis zu 30%).

Zusätzlicher Fachkräftebedarf bis 2024
2015 hatte rund die Hälfte (47%) der befragten Betriebe mit Problemen bei der Personalrekrutierung zu kämpfen. Gemäss der Studie werden für die zwölf erfassten sozialen Berufe in den nächsten acht Jahren rund 45’000 bis 59’000 zusätzliche Fachkräfte benötigt. Diese Nachfrage wird zu einem grossen Teil mit den neuen inländischen Berufs- und Studienabgänger/innen gedeckt werden können. Gleichzeitig bleibt die Sozialbranche auf ausländische Fachkräfte angewiesen.

Erhöhter Ausbildungsbedarf
Ein erhöhter Ausbildungsbedarf besteht insbesondere bei den stark nachgefragten sozialen Berufen Assistent/in Gesundheit und Soziales, Fachfrau/Fachmann Betreuung, Sozialpädagoge/in und bei Führungspersonen. Bei gleichbleibender Qualifikationsstruktur müssen für diese sozialen Berufe in den drei Arbeitsfeldern bis 2024 rund 5’700 Personen zusätzlich ausgebildet werden.
Ein beträchtlicher Teil der Beschäftigten verfügt 2015 über keine berufsspezifische Ausbildung. Eine veränderte Qualifikationsstruktur, d.h. der Ersatz der unausgebildeten Beschäftigten durch ausgebildetes Personal, würde den zusätzlichen Ausbildungsbedarf auf insgesamt rund 15’100 Personen erhöhen.

Förderung der Ausbildung in sozialen Berufen
SAVOIRSOCIAL ruft deshalb die nationale und kantonale Politik dazu auf, für geeignete Rahmenbedingungen und genügend finanzielle Mittel zur Bereitstellung der notwendigen Ausbildungsplätze zu sorgen, damit der qualifizierte Berufsnachwuchs auch langfristig gesichert bleibt.

SAVOIRSOCIAL selbst wird folgende Massnahmen prioritär angehen:

Berufsabschluss für Erwachsene fördern
Den unausgebildeten Beschäftigten soll vermehrt die Möglichkeit geboten werden, einen Berufsabschluss nachzuholen. SAVOIRSOCIAL wird seine Berufsmarketingmassnahmen ausbauen und sich verstärkt für erwachsenengerechte Berufsbildungsangebote in den sozialen Berufen engagieren.

Einstieg in die beruflichen Grundbildungen erleichtern
Für Schulabgänger/innen ist es noch immer äusserst schwierig, direkt im Anschluss an die obligatorische Schule in eine berufliche Grundbildung als Fachfrau/Fachmann Betreuung einzusteigen. SAVOIRSOCIAL hat im Herbst 2016 einen nationalen Runden Tisch zum Abbau der Einstiegshürden einberufen.

Datenlage zu den Ausbildungs- und Berufsverläufen verbessern
Noch gibt es keine Erklärung dafür, warum die Berufsabwanderungsquote bei den sozialen Berufen höher ist als in anderen Berufen. SAVOIRSOCIAL hat deshalb das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB mit einer Studie zu den Ausbildungs- und Berufsverläufen der verschiedenen Berufsgruppen im Berufsfeld Soziales beauftragt.

Mehr Informationen dazu

Die Fachkräftestudie wurde von der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK sowie vom Sekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI verdankenswerterweise finanziell unterstützt.

Dokumente:

Aktualisiert: Februar 2018

Stand an den SwissSkills 2018

Vom 12. bis 16. September 2018 haben sich die sozialen Berufe an den SwissSkills in Bern präsentiert. Der Auftritt war ein voller Erfolg. Rund 8500 Personen haben den Stand von SAVOIRSOCIAL besucht: Sie haben versucht, im interaktiven Quiz spielerisch herauszufinden, ob ein sozialer Beruf für sie in Frage kommt oder an der SocialHeroes-Fotobox ein Selfie gemacht. Kompetent beraten wurden sie von angehenden Fachmännern/-frauen Betreuung sowie von den Mitarbeiterinnen von SAVOIRSOCIAL. Die Filmporträts gaben zudem einen direkten Einblick in den Alltag von Betreuungsberufen. Auch das Informationsmaterial wurde rege genutzt.

Hier ein paar Impressionen: Ziel Der Auftritt an den SwissSkills hatte zum Ziel, in Bezug auf die sozialen Berufe Wissen zu vermitteln sowie Interesse und positive Assoziationen zu wecken. Auch an unterhaltenden Elementen sollte es nicht fehlen.

Projektverantwortliche bei SAVOIRSOCIAL: Stephanie Zemp

Projekt Berufsfeld- und Bedarfsanalyse Arbeitsintegration

Wegweisender Entscheid betreffend Anpassung der Berufsbildungslandschaft im Berufsfeld Arbeitsintegration im Januar 2018

Die drei Vorstände von SAVOIRSOCIAL, des Schweizerischen Trägervereins höhere Fachprüfung Arbeitsagogik (HFP AA) und der Schweizerischen Plattform der Ausbildungen im Sozialbereich SPAS haben im Dezember 2017 grünes Licht zur Ausarbeitung eines neuen Berufsbildungsangebotes auf Stufe Berufsprüfung für die Bereiche «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» gegeben. Sie sind damit den Empfehlungen der Projektgruppe und ihren Delegationen gefolgt.
Die Weiterarbeit an den zwei Qualifikationsprofilen «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» wird zeigen, ob eine Berufsprüfung mit zwei Fachrichtungen oder zwei getrennte Berufsprüfungen geschaffen werden sollen. Dafür wurde ein Nachfolgeprojekt ins Leben gerufen.

Die Einführung dieses zusätzlichen Berufsbildungsangebots wird mittelfristig zur Auflösung der höheren Fachprüfung Arbeitsagogik führen. Der Bildungsgang HF könnte sich dabei als Alternative zur höheren Fachprüfung anbieten. Dieser wird in der Westschweiz seit Längerem mit grossem Erfolg durchgeführt. Der dazugehörige Rahmenlehrplan HF wird aktuell im Rahmen des Projektes «Grosse Revision der Rahmenlehrpläne HF im Sozialbereich» von SAVOIRSOCIAL und SPAS überarbeitet. Damit ist die Chance gegeben, diesen Rahmenlehrplan noch besser auf die Bedürfnisse der Deutschschweizer Institutionen im Berufsfeld Arbeitsintegration abzustimmen. Mit diesen Anpassungen wird für das Berufsfeld Arbeitsintegration mittelfristig eine schweizweit einheitliche Bildungssystematik möglich.

Planung zur Ausarbeitung der Prüfungsordnung und Wegleitung für das neue Berufsbildungsangebot wird umgehend aufgenommen
SAVOIRSOCIAL wird nun zusammen mit ECTAVEO die Planung der weiteren Arbeiten zur Ausarbeitung der Prüfungsordnung/en und Wegleitung/en für das neue Berufsbildungsangebot aufnehmen. Sobald Projektorganisation und -planung feststehen, wird SAVOIRSOCIAL auf ihrer Website über den weiteren Fahrplan informieren. Weitere brancheninterne Anhörungen zu der/den erwähnten Prüfungsordnung/en und Wegleitung/en sowie zu den revidierten Rahmenlehrplänen HF im Sozialbereich sind vorgesehen. Damit werden alle Mitglieder- und ausgewählte Partnerorganisationen ein weiteres Mal die Gelegenheit erhalten, zu den entsprechenden Bildungsgrundlagen vor deren Inkraftsetzung Stellung zu beziehen.

Bei der Erarbeitung des neuen Berufsbildungsangebotes gilt es, folgende Aspekte besonders zu berücksichtigen
Die Projektgruppe und Delegationen von SAVOIRSOCIAL, SPAS und HFP AA haben in ihren Empfehlungen zuhanden der drei Vorstände darauf hingewiesen, dass bei den anstehenden Arbeiten insbesondere folgende Punkte zu beachten sind:

  • Überarbeitung der beiden Qualifikationsprofile «Job Coaching» und «Arbeitsagogik» hinsichtlich ihrer Breite (Handlungskompetenzbereiche und Anzahl Arbeitssituationen) und Tiefe (Anforderungen innerhalb einer Arbeitssituation) auf Basis der inhaltlichen Rückmeldungen aus der Anhörung
  • Schaffung von zwei klar unterscheidbaren Qualifikationsprofilen
  • Abstimmung der zwei Qualifikationsprofile auf das Profil «sozialpädagogische Werkstattleitung HF» mit verstärkter Integration der Deutschschweiz in die Überarbeitung des entsprechenden Rahmenlehrplans
  • Diskussion einer möglichen Anerkennung der diplomierten Arbeitsagog/innen als diplomierte sozialpädagogische Werkstattleiter/innen HF (Gleichwertigkeit)
  • Überprüfung der in der brancheninternen Anhörung verwendeten Berufsbezeichnungen «Arbeitsagoge/in mit eidgenössischem Fachausweis» bzw. «Job Coach mit eidgenössischem Fachausweis», insbesondere mit Blick auf eine Abstimmung mit den aktuell existierenden Berufsbezeichnungen der höheren Fachprüfung Arbeitsagogik bzw. beim Bildungsgang sozialpädagogische Werkstattleitung HF.

Die Delegation weist zudem auf die grosse Bedeutung einer transparenten und zeitnahen Projektinformation und des Einbezugs der für die Berufsfelder Arbeitsagogik und Job Coaching wesentlichen Akteure hin. SAVOIRSOCIAL wird all diese Aspekte in die weiteren Arbeiten miteinbeziehen.

Vorgeschichte:

Die im Dezember 2017 von den drei Vorständen getroffenen Entscheide und die Empfehlungen von Projektgruppe und Delegationen basieren auf der Berufsfeld- und Bedarfsanalyse Arbeitsintegration der Jahre 2015 – 2017. Diese fand in drei Etappen statt:

1. Projektphase 2015: Abklärung Berufsprofil «Arbeitsintegration»:
2015 beauftragte der Schweizerische Trägerverein für die höhere Fachprüfung Arbeitsagogik die Firma Ectaveo, Zürich, in Zusammenarbeit mit Branchenvertretern die inhaltlichen Grundlagen zur Klärung der Frage nach einer möglichen Berufsprüfung „Arbeitsintegration“ zu erarbeiten. Auf Basis einer mit Praxisvertreter/innen aus dem Berufsfeld erstellten Tätigkeitsanalyse wurde ein Berufsprofil „Arbeitsintegration“ erstellt. Dabei zeigte sich, dass ein solches Berufsprofil Überschneidungen mit der bereits bestehenden höheren Fachprüfung Arbeitsagogik aufweist.

2. Projektphase 2016: Abklärung Berufsprofil «Job Coaching»:
2016 mandatierte SAVOIRSOCIAL – nach entsprechenden Entscheiden der oben erwähnten drei Organisationen – die Firma Ectaveo damit zu prüfen, ob sich für den Bereich «Job Coaching» ebenfalls ein Berufsprofil erarbeiten lässt. Anhand desselben methodischen Vorgehens wurde ein Berufsprofil «Job Coaching» entwickelt. Dieses Berufsprofil zeigt gewisse inhaltliche Überlappungen mit dem oben aufgeführten Berufsprofil «Arbeitsintegration» auf. Zudem zeigte sich, dass die Bezeichnung des Berufsprofils «Arbeitsintegration» unpassend ist und präziser mit dem Begriff der «Arbeitsagogik» gefasst werden kann.

3. Projektphase 2016 – Ende 2017: Bedarfsabklärung, Durchführung und Auswertung brancheninterne Anhörung

Im November 2016 fand ein Workshop mit Leitungspersonen und Ausbildungsverantwortlichen von Betrieben im Berufsfeld Arbeitsintegration statt.
Das Fazit dieses Workshops ist in der Information zur ersten brancheninternen Anhörung im Rahmen des Projekts ‚Berufsfeld- und Bedarfsanalyse Arbeitsintegration‘ zusammengefasst. Das grundsätzlich positive Feedback zu den zwei erarbeiteten Qualifikationsprofilen «Arbeitsagogik» und «Job Coaching» war die Voraussetzung dafür, dass die Vorstände von SAVOIRSOCIAL, SPAS und HFP AA der Eröffnung der brancheninternen Anhörung zu den Profilen und zu möglichen Positionierungsvarianten zugestimmt haben.

Zwischen März und Juni 2017 führte SAVOIRSOCIAL bei ihren Mitglieder- und Partnerorganisationen eine brancheninterne Anhörung zu den zwei Qualifikationsprofilen sowie zu möglichen Positionierungen derselben innerhalb der Berufsbildungssystematik. Insgesamt haben 18 Mitglieder- und Partnerorganisationen von SAVOIRSOCIAL sowie verschiedene Einzelinstitutionen und weiteres Gremium an dieser Anhörung teilgenommen. Die inhaltlichen Rückmeldungen zu den Profilen wurden von der Projektgruppe im Sinne eines ersten Fazits in deren oben erwähnten Empfehlung zuhanden der drei Vorstände eingeflochten. Die detaillierte Prüfung dieser Rückmeldungen erfolgt bei der nun anstehenden Überarbeitung der zwei erwähnten zwei Qualifikationsprofile. Bei der unten aufgeführten quantitativen Auswertung der Stellungnahmen wurden nur die eingeladenen Organisationen berücksichtigt.

Projektdauer: 2015-2017

Externe Projektleitung: Ectaveo, Zürich

Projektzuständige bei SAVOIRSOCIAL: Karin Fehr und Fränzi Zimmerli

Hier finden sich weitere Informationen zum Projekt:

Stand: Januar 2018

2. Konferenz Kindererziehung HF

Gemeinsam mit kibesuisse organisierte SAVOIRSOCIAL am Freitag, 19. Mai 2017 die zweite Konferenz Kindererziehung HF in Zürich. Dieses Mal fokussierte sich das Programm auf den konkreten Einsatz der diplomierten Kindererzieher/innen HF in der Praxis. In Fachreferaten und Vertiefungsworkshops wurde aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, was ein guter Personalmix ausmacht, wie die Begleitung der Studierenden gestaltet werden kann und welche Kosten-Nutzen-Überlegungen zentral sind. Ziel war es, das Berufsbild dipl. Kindererziehung HF in den Betrieben zu verankern, in dem Rahmenbedingungen erläutert und Umsetzungsbeispiele aufgezeigt werden.

Die Tagung richtete sich an alle Akteur/innen, die im Bereich der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung tätig sind: Dazu gehörten Leitungspersonen und Ausbildungsverantwortliche von Kindertagesstätten und schulischen Tagesstrukturen, Vertreter/innen von kommunalen und kantonalen Fachstellen, (angehende) Berufsleute sowie Fachpersonen aus den Organisationen der Arbeitswelt, den Höheren Fachschulen und den Berufsberatungsstellen.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier:

Fachtagung: Geschlechterbalance in Kitas & Co.

Am 30. November 2016 hat SAVOIRSOCIAL gemeinsam mit kibesuisse und männer.ch die Fachtagung „Geschlechterbalance in Kitas &  Co.“ durchgeführt. Es haben sich 120 Fachleute mit der Frage auseinandergesetzt, wie mehr Vielfalt und eine bessere Geschlechterbalance in der professionellen Kinderbetreuung erreicht werden kann und welche Massnahmen am besten wirken.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier:

Bildungssys_HOCH_DE_bdo_030418